Journale sind eigentlich schon gemeinschaftliche Bücher. Das Schreiben in Gesellschaft ist ein interessantes Symptom – das noch eine große Ausbildung der Schriftstellerei ahnden läßt. Man wird vielleicht einmal in Masse schreiben, denken und handeln. Ganze Gemeinden, selbst Nationen werden ein Werk unternehmen. 2308
Novalis: Von der geheimen Welt …
»Ach«, sagte die Maus, »,die Welt wird enger mit jedem Tag. Zuerst war sie so breit, daß ich Angst hatte, ich lief weiter und war glücklich, daß ich endlich rechts und links in der Ferne Mauern sah, aber diese langen Mauern eilen so schnell aufeinander zu, daß ich schon im letzten Zimmer bin, und [...]
Ich finde, es macht einen subtilen Unterschied zu fragen: Warum sind wir geworden, was wir geworden sind? – oder: Wie sind wir geworden, was wir geworden sind? Das “Warum” erklärt und hat etwas mit Rechtfertigung zu tun. Das “Wie” beschreibt, schliesst das “Warum” teilweise mit ein, ohne das Rechtfertigende zu betonen. Das “Wie” liegt [...]
“Kindlichen Ich-Erzählern in der Literatur, sofern sie nicht durch eine besondere Begabung legitimiert sind wie Oskar Matzerath oder sofern sich der Bauchredner, als dessen Puppe sie agieren, nicht zu erkennen gibt, begegne ich fast immer mit Widerwillen; autobiographischen Kindheitserinnerungen mißtraue ich ganz und gar, meinen eigenen auch. Ich erinnere mich wenig an meine Kindheit [...]
Wenn ich an meinem Roman schreibe, habe ich nicht bloß die ständigen Fluchtinstinkte zu unterdrücken (die Widerstände), nein: Ich ertappe mich dabei, daß ich – wie ein Kind, das erst die Aufgaben machen muß, bevor es hinaus darf – dauernd an irgendwelche Vergnügungen denke, die ich mir nachher oder danach werde leisten dürfen. Als [...]
so der Titel eines schmalen Bändchens von Unda Hörner über die literarische Bohème in Davos. Ein Kapitel europäischer Kulturgeschichte in vier biographischen Episoden mit vielen Originalzitaten. Katia & Thomas Mann, Gala Dalí & Paul Éluard, Mopsa Sternheim & René Crevel und Klabund.
Warum ich Schriftsteller bin: weil Schreiben noch eher gelingt als Leben, und weil für diesen Versuch, das Leben schreibend zu bestehen, der Feierabend nicht ausreicht. Max Frisch (wäre heute 96 Jahre alt geworden)
Ein Buch
Ist ein Buch
Der Bucherer bucht die Buchteln
Buch, bucher, am buchesten
Bucheckern
Buchdrucker, Buchhändler, Buchhalter, Buchmacher
Falschbucher werden eingebuchtet
Buch, komm!
Buch, komm her!
Komm her, Buch!
Komm, Buch!
Das Buch kommt.
Kombucha !!!
(Sprint on Demand)
Das Sophelchen am Sonntagmorgen in der Küche …
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