Letzte Nacht träumte mir in den frühen Morgenstunden von einem Barbesuch zu der gleichen Zeit. Wir saßen zu dritt am Tresen des Etablissements; M., P. und ich. Außer uns und dem Barkeeper war niemand mehr im Lokal. M. verließ den Raum durch die Tür neben der Garderobe links von der Theke. Der Barkeeper folgte ihm und kehrte nach wenigen Augenblicken als erster zurück. Nach einigen Minuten erschien auch M. wieder. Wortlos stand er an der Theke und spielte mit dem Tischfeuerzeug. Es hatte die Gestalt einer Kanone wie sie auf Segelschiffen in Piratenfilmen zu finden waren und eine beachtliche Größe; die Haltegriffe an der Kanone waren aus Gold. Der rechte Griff ließ sich herausziehen und entpuppte sich als Dolch mit äußerst scharfen Klingen. M. nahm ihn in die Hand und prüfte die Klingenspitze; aus den Kuppen von Daumen und Zeigefinger entwichen zwei winzige Blutstropfen. M. verlangte die Rechnung. Als der Barkeeper sich mit dem Rechnungsblock zu M. über die Theke beugte, fasste dieser ihn wie zu einer Umarmung um den Hals, zog den Barkeeper so nahe wie möglich an sich heran und rammte ihm den Dolch zwischen die Rippen. Mit einem einzigen Stich war er fast lautlos erledigt. M. beschwichtigte uns mit beiden Händen und bat uns sitzen zu bleiben, er ginge das Auto holen. P. übernahm die Arbeit des Barkeepers und goß jedem einen Brandy ein. Als Verbindung zwischen seinem Glas und meinem legte er eine Reihe Zuckerstückchen auf den Tresen. Er trank einen Schluck. Wir prosteten uns zu; dann schüttete er den restlichen Inhalt aus unseren Gläsern über die Zuckerstückchen, nahm sein Feuerzeug und entzündete die Zuckerstückchen auf der Holzplatte der Theke. Wir schlossen unsere Mäntel und ehe sich das Feuer richtig entfachen konnte traten wir hinaus in die feuchtkalte Nacht. M. wartete im Wagen bei laufendem Motor.