Posted in Zubereitung der Worte on Apr 26th, 2007
“Kindlichen Ich-Erzählern in der Literatur, sofern sie nicht durch eine besondere Begabung legitimiert sind wie Oskar Matzerath oder sofern sich der Bauchredner, als dessen Puppe sie agieren, nicht zu erkennen gibt, begegne ich fast immer mit Widerwillen; autobiographischen Kindheitserinnerungen mißtraue ich ganz und gar, meinen eigenen auch. Ich erinnere mich wenig an meine Kindheit [...]
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Posted in Zubereitung der Worte on Apr 26th, 2007
Ich finde, es macht einen subtilen Unterschied zu fragen: Warum sind wir geworden, was wir geworden sind? – oder: Wie sind wir geworden, was wir geworden sind? Das “Warum” erklärt und hat etwas mit Rechtfertigung zu tun. Das “Wie” beschreibt, schliesst das “Warum” teilweise mit ein, ohne das Rechtfertigende zu betonen. Das “Wie” liegt [...]
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Posted in Zubereitung der Worte on Apr 2nd, 2007
Journale sind eigentlich schon gemeinschaftliche Bücher. Das Schreiben in Gesellschaft ist ein interessantes Symptom - das noch eine große Ausbildung der Schriftstellerei ahnden läßt. Man wird vielleicht einmal in Masse schreiben, denken und handeln. Ganze Gemeinden, selbst Nationen werden ein Werk unternehmen. 2308
Novalis: Von der geheimen Welt …
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Posted in Zubereitung der Worte on Aug 3rd, 2006
“Ja, es ist eine Art Lustkotzen (wie Angstbeißen bei Hunden, nur leiden daran diejenigen, die gebissen werden), man will es nicht, aber man muß, und es ist ein unglaublich befreiendes Gefühl, wenn alles rauskommen darf. Man tut ja immer, was man muß. Jetzt möchte ich einmal ausprobieren, wie es ist, wenn man tut, was [...]
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Posted in Zubereitung der Worte on Aug 3rd, 2006
WHL: Gar nichts zu schreiben können Sie sich nicht vorstellen?
Jelinek: Doch, sehr gut sogar. Ich schreibe nicht ununterbrochen. Ich habe immer wieder dazwischen lange Zeit nichts gemacht. Das geht immer so schubweise. Triebtäter überkommt es ja auch schubweise. Die morden nicht diszipliniert vor sich hin.
Elfriede Jelinek im Gespräch mit Wolfgang Huber-Lang 2.12.2004 [...]
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