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Category Archive for 'Zubereitung der Worte'

Perverse Genüsse

“Da Literatur nun, insoweit sie Kunst ist, immer pervers ist, führt sie zu Genüssen, die an ihrem Grund nicht erlaubt sind. Es sind Übertretungen. Ich habe nach den ersten gelesenen Seiten die Ahnung, solch eine Übertretung liege hier vor, und sie sei ungeheuer.” ANH in: Jonathan Littell. Die Wohlgesinnten. Lesenotate (1)
[Nachtrag 16.3.08 12:30]
Das Zitat [...]

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Ich konnte mir die Figuren für das Buch nicht aussuchen, sie waren da. Sie spiegeln einzeln das Hauptthema des Buches wider, weil jede Figur ihre eigene Lüge mitbringt oder verarbeitet. Mich hat am meisten interessiert, wie die Charaktere sich entwickeln, wie sie mit ihren kleinen Geheimnissen umgehen. Da stecken Teile von mir in jeder Figur. [...]

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Ein praktisches Möbelstück für Vielschreiber und Vielleser liess sich Johann Wilhelm Ludwig Gleim (1719-1803) anfertigen. Man kann sich das Sitzgerät für sich selbst nach seinen eigenen Körpermaßen nachbauen lassen. (Vielleicht gibt es auch eine Laptop-Variante)

Gleimhaus via kwout

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“Ich schreibe nie über etwas anderes als eigene Erfahrungen. Alle meine Personen sind Teile von mir, sozusagen abgespaltene Persönlichkeiten, die ich recht gut kenne. Ich bin der Ansicht, dass im weitesten Sinne alles, was ein Schriftsteller schreibt, autobiographisch ist.”
Marlen Haushofer

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Den Wolf umarmen

“Schriftsteller sind potentielle Selbstmörder, die sich ins Wort retten, um überleben zu können. Wirklich, ich wüßte nicht, wie ich gewisse Situationen im Leben überstanden hätte, wäre es mir nicht gelungen, sie Satz um Satz in Form zu bringen.”
Luise Rinser: Den Wolf umarmen. Fischer Taschenbuch Vlg. Dezember 1984 - kartoniert - 411 Seiten. ISBN: [...]

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Mythos Schrift

In Platons Phaidros wird die Schrift im Rahmen eines ägyptischen Mythos als göttliches Geschenk gegen die Vergesslichkeit gepriesen. Sokrates bestreitet aber, dass die Menschheit dadurch klüger wurde. Wer sich durch Schreiben externen Speicher schaffe, stärke sein Gedächtnis nicht sondern ersetze es und werde dadurch erst recht vergesslich. Wenn überhaupt würde ein Text als Erinnerungshilfe [...]

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Jakov Lind

“Those who had no papers entitling them to live lined up to die. The whole North-west Station was a gigantic waiting room. It was a long, long wait, but eventually everyone’s turn came. Those who finally lay in the freight cars thanked God, and when at last the wheels began to turn and the [...]

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Die Stürme des Lebens

Der verschollen geglaubte Jugendroman von Jean Améry wird zum ersten Mal veröffentlicht. (Rezension von Verena Auffermann.)
Dieser zwischen 1934 und 1935 entstandene Roman hat eine fantastische Vorgeschichte. Sein jugendlicher Autor war überzeugt, dass dieses Werk so großartig sei, dass es nur Thomas Mann angemessen würdigen könne. Der kühne 23-jährige, in Wien geborene Autodidakt Hans Mayer, [...]

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Warum ich Schriftsteller bin: weil Schreiben noch eher gelingt als Leben, und weil für diesen Versuch, das Leben schreibend zu bestehen, der Feierabend nicht ausreicht. Max Frisch (wäre heute 96 Jahre alt geworden)

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Wenn ich an meinem Roman schreibe, habe ich nicht bloß die ständigen Fluchtinstinkte zu unterdrücken (die Widerstände), nein: Ich ertappe mich dabei, daß ich - wie ein Kind, das erst die Aufgaben machen muß, bevor es hinaus darf - dauernd an irgendwelche Vergnügungen denke, die ich mir nachher oder danach werde leisten dürfen. Als [...]

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