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Triebtäter

WHL: Gar nichts zu schreiben können Sie sich nicht vorstellen?
Jelinek: Doch, sehr gut sogar. Ich schreibe nicht ununterbrochen. Ich habe immer wieder dazwischen lange Zeit nichts gemacht. Das geht immer so schubweise. Triebtäter überkommt es ja auch schubweise. Die morden nicht diszipliniert vor sich hin.
Elfriede Jelinek im Gespräch mit Wolfgang Huber-Lang 2.12.2004 [...]

Eine Art Lustkotzen

“Ja, es ist eine Art Lustkotzen (wie Angstbeißen bei Hunden, nur leiden daran diejenigen, die gebissen werden), man will es nicht, aber man muß, und es ist ein unglaublich befreiendes Gefühl, wenn alles rauskommen darf. Man tut ja immer, was man muß. Jetzt möchte ich einmal ausprobieren, wie es ist, wenn man tut, was [...]

Qick FAQ mit Sandra M.

Jakov Katz beim Vorgespräch mit Sandra Mausberger, der wohl investigativsten Journalistin, die das deutsche Fernsehen zu bieten hat. (An der Wasserschachtel beim Mannheimer Ruderclub.) Frau Mausberger stellt die heißesten Fragen zu den brennensten Themen unserer Zeit – schließlich wird ihre Sendung von einem Herrn Küppersbusch produziert, der war früher schwer auf ZACK!
Das Interview wird in [...]

Igor Katz

Großvater Igor Katz weilte vom 22.6.-12.7.1921 als Delegierter auf dem 3. Weltkongress der Komintern in Moskau. Das Foto zeigt ihn während einer Sitzungspause mit Lenin. Kurz zuvor hatte Trotzki drinnen im Saal gegen die völlige Unzulänglichkeit des zentralen Kapitels des Programmentwurfs gewettert: “Neben der Art Bucharins, die Fragen allgemein literarisch, pedantisch, räsonierend und [...]

Meine Onkels

Auf diesem Foto sind einmal Onkel Fidel Katztro links hinter Che Guevara und Onkel Achmed al Katzira rechts hinter Che Guevara zu sehen. Beim Empfang Che Guevaras auf dem Flughafen von Algier durch Präsident Achmed Ben Bella kam es zum ersten Treffen der beiden Cousins nach vielen Jahren. Fidel kämpfte in der Sierra Madre [...]

Katz aktuell: Der Papst in Deutschland

Heute morgen im erzbischöflichen Palais in München.

Journale

Journale sind eigentlich schon gemeinschaftliche Bücher. Das Schreiben in Gesellschaft ist ein interessantes Symptom – das noch eine große Ausbildung der Schriftstellerei ahnden läßt. Man wird vielleicht einmal in Masse schreiben, denken und handeln. Ganze Gemeinden, selbst Nationen werden ein Werk unternehmen. 2308
Novalis: Von der geheimen Welt …

Kleine Fabel

»Ach«, sagte die Maus, »,die Welt wird enger mit jedem Tag. Zuerst war sie so breit, daß ich Angst hatte, ich lief weiter und war glücklich, daß ich endlich rechts und links in der Ferne Mauern sah, aber diese langen Mauern eilen so schnell aufeinander zu, daß ich schon im letzten Zimmer bin, und [...]

Subtiler Unterschied …

Ich finde, es macht einen subtilen Unterschied zu fragen: Warum sind wir geworden, was wir geworden sind? – oder: Wie sind wir geworden, was wir geworden sind? Das “Warum” erklärt und hat etwas mit Rechtfertigung zu tun. Das “Wie” beschreibt, schliesst das “Warum” teilweise mit ein, ohne das Rechtfertigende zu betonen. Das “Wie” liegt [...]

Kindliche Ich-Erzähler

“Kindlichen Ich-Erzählern in der Literatur, sofern sie nicht durch eine besondere Begabung legitimiert sind wie Oskar Matzerath oder sofern sich der Bauchredner, als dessen Puppe sie agieren, nicht zu erkennen gibt, begegne ich fast immer mit Widerwillen; autobiographischen Kindheitserinnerungen mißtraue ich ganz und gar, meinen eigenen auch. Ich erinnere mich wenig an meine Kindheit [...]

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