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Monthly Archive for Januar, 2008

Ein praktisches Möbelstück für Vielschreiber und Vielleser liess sich Johann Wilhelm Ludwig Gleim (1719-1803) anfertigen. Man kann sich das Sitzgerät für sich selbst nach seinen eigenen Körpermaßen nachbauen lassen. (Vielleicht gibt es auch eine Laptop-Variante)

Gleimhaus via kwout

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Ich konnte mir die Figuren für das Buch nicht aussuchen, sie waren da. Sie spiegeln einzeln das Hauptthema des Buches wider, weil jede Figur ihre eigene Lüge mitbringt oder verarbeitet. Mich hat am meisten interessiert, wie die Charaktere sich entwickeln, wie sie mit ihren kleinen Geheimnissen umgehen. Da stecken Teile von mir in jeder Figur. [...]

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Zum neuen Jahr

Neujahrsgrüße, über die ich mich sehr gefreut habe:

Vom DAO hören soll Leid und Trübsal dir verjagen
das ist ein Wort, das leider leeres Stroh nur drischt:
Erst gestern morgen ledig allen Kummers Plagen,
hat es mich heute, ach, schon wieder voll erwischt.
Am Monatsende war davon nichts zu entdecken
doch bringt mir Sorgen, Sorgen nur das neue Jahr.
Wen wundert’s [...]

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Alle Dinge haben ihren Sinn

Alle Dinge haben ihren Sinn
und sind für gewisse Zwecke brauchbar.
Wenn Du etwas Unpassendes benutzt,
wird’s ganz unzureichend, ja, völlig unbrauchbar sein.
Ein runder Meißel mit eckigem Griff -
wie schade, vergeblich ward er gemacht.
Ein Vollbluthengst kann sich beim Mäusefangen
nicht mit einer lahmen Katze messen.
(Hanshan - Gedichte vom kalten Berge)

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Erinnerung ist Gegenwart

Alle Erinnerung ist Gegenwart. Im reinern Element wird alle Erinnerung uns wie notwendige Vordichtung erscheinen. Novalis ist sich einig mit Dogen-Zenji. Die Zeit geht von der Gegenwart zur Vergangenheit; das liegt in der tatsächlichen Erfahrung, aus der Vergangenheit Gegenwart zu machen. Da haben wir Dichtung und da menschliches Leben. Eine Meile nach Osten gehen [...]

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Jakov T. Katz – Väter 1

Es gibt nur Vermutungen. Jakov Theodor Katz kann viele Väter haben. Einer, der in Frage kommen könnte, wurde am 10. Februar 1927 mit dem ursprünglichen Vornamen Heinz als Sohn ostjüdischer Eltern in Wien geboren, während des 2. Weltkrieges überlebte er als Jan Gerrit auf dem Rhein und nahm nach dem Krieg in Israel den [...]

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»grenzen.überschreiten (0-0)

Fünf Tage mit der “Morgenpost” war das Buch von der Feuerwache am alten Messplatz bis nach Neuhermsheim auf der Wanderschaft. Migration geht nicht auf einen Schlag sondern ist ein länger andauernder Prozess. Davon erzählt »grenzen.überschreiten ja schließlich. Das Buch, wäre es nicht schon gedruckt gewesen, hätte seine eigene Geschichte in sich hineinschreiben können. Da [...]

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Sich bewegen heißt leben. (0-8)

“Auf der literarischen Suche nach der Wirklichkeit eines sich verändernden Kontinents, wird die soziale und sprachliche Kompetenz wichtiger als die Herkunft.” heißt es im Vorwort der Herausgeber, dem sie ein Zitat von Fernando Pessoa aus dem Buch der Unruhe vorangestellt haben:
»Sich bewegen heißt leben. Sich in Worte fassen heißt überleben.«
Die Wirklichkeit in Europa ist [...]

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Der Rucksack (9-18)

Der Rucksack ist die Geschichte der Familie eines Onkels aus A.(fghanistan) von ihm selbst erzählt. Der Onkel scheint, wie der Autor (ebenfalls Afghane), in Deutschland zu leben. Die Story sehr polyglott mit Schauplätzen in Afghanistan, Deutschland, Indien, Pakistan und USA. Die Sprache arabesk und blumenreich. »… flattern über einen bunten Schleier aus zarten Veilchen, [...]

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Hab ich doch tatsächlich heute Nacht davon geträumt: “Meine Großmutter ritt aufrecht in ihrem langen grüngelben Kleid am Fuße der felsigen Berge entlang dem Ufer des Euphrat, der hier noch als wilder Bach in die Ebene floß. Im Schatten der Weiden war es kühl, und meine Großmutter legte das schwere Gewehr ab. Sie setzte [...]

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