Posted in Zubereitung der Worte on Apr 2nd, 2007
Journale sind eigentlich schon gemeinschaftliche Bücher. Das Schreiben in Gesellschaft ist ein interessantes Symptom - das noch eine große Ausbildung der Schriftstellerei ahnden läßt. Man wird vielleicht einmal in Masse schreiben, denken und handeln. Ganze Gemeinden, selbst Nationen werden ein Werk unternehmen. 2308
Novalis: Von der geheimen Welt …
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Posted in KatZEN on Apr 15th, 2007
»Ach«, sagte die Maus, »,die Welt wird enger mit jedem Tag. Zuerst war sie so breit, daß ich Angst hatte, ich lief weiter und war glücklich, daß ich endlich rechts und links in der Ferne Mauern sah, aber diese langen Mauern eilen so schnell aufeinander zu, daß ich schon im letzten Zimmer bin, und [...]
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Posted in Zubereitung der Worte on Apr 26th, 2007
Ich finde, es macht einen subtilen Unterschied zu fragen: Warum sind wir geworden, was wir geworden sind? – oder: Wie sind wir geworden, was wir geworden sind? Das “Warum” erklärt und hat etwas mit Rechtfertigung zu tun. Das “Wie” beschreibt, schliesst das “Warum” teilweise mit ein, ohne das Rechtfertigende zu betonen. Das “Wie” liegt [...]
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Posted in Zubereitung der Worte on Apr 26th, 2007
“Kindlichen Ich-Erzählern in der Literatur, sofern sie nicht durch eine besondere Begabung legitimiert sind wie Oskar Matzerath oder sofern sich der Bauchredner, als dessen Puppe sie agieren, nicht zu erkennen gibt, begegne ich fast immer mit Widerwillen; autobiographischen Kindheitserinnerungen mißtraue ich ganz und gar, meinen eigenen auch. Ich erinnere mich wenig an meine Kindheit [...]
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Posted in Zubereitung der Worte on Apr 26th, 2007
Wenn ich an meinem Roman schreibe, habe ich nicht bloß die ständigen Fluchtinstinkte zu unterdrücken (die Widerstände), nein: Ich ertappe mich dabei, daß ich - wie ein Kind, das erst die Aufgaben machen muß, bevor es hinaus darf - dauernd an irgendwelche Vergnügungen denke, die ich mir nachher oder danach werde leisten dürfen. Als [...]
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